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Was sich im Moment zu Buch neun der Highland Saga sagen lässt

Es ist noch nichts in Stein gemeißelt, aber es gibt erste Gespräche unter den Produzenten der „Outlander“-TV-Serie über eine eventuelle dritte Staffel. Sollte diese beschlossen werden, dürfte sie 2017 ausgestrahlt werden. Und dann wäre es wünschenswert, wenn gleichzeitig das neunte Buch der Highland-Saga erscheinen würde.
Für die Fans wäre das seit vielen Jahren die kürzeste Wartezeit zwischen zwei der großen Romane. Wie das möglich ist?
Nun, die zeitraubenden Arbeiten sind jetzt entweder weitgehend fertig – will heißen, dass ich mehr oder weniger den gesamten Sommer mit den Details der Produktion des zweiten Kompendiums und des Malbuchs zugebracht habe, dazu Krimskrams für die Sony-DVDs. Mühsam und zeitaufwändig, aber unumgänglich und Gott sei Dank mit absehbarem Ende! Beide Bücher sind FERTIG (genau wie die DVDs), und inzwischen habe ich sie sogar in all ihrer druckfrischen Glorie auf meinem Schreibtisch liegen – oder sie werden AUFHÖREN. Ich kann einfach nicht mehr in diesem Ausmaß reisen/auftreten/signieren. Zumindest nicht 2016. Es gibt ein paar feste Termine, die ich nächstes Jahr entweder wahrnehmen möchte oder bereits zugesagt habe, und das ist es. (Abgesehen von möglichen kleineren Verpflichtungen, die mit der Serie zu tun haben, wie die Premiere der zweiten Staffel, wann immer das sein wird.)
Das Web-Interview Anfang der Woche hat Spaß gemacht und war eine entspannte Sache – ich brauchte mich dazu nur anzuziehen und zum Buchladen zu fahren –, und es ersetzt mir eine mindestens dreiwöchige Lesereise durch die USA und Kanada. Statt also zu planen und zu packen und drei Wochen lang jeden Morgen in ein Flugzeug zu steigen und meine Zeit KOMPLETT damit zu verbringen, Leuten hallo zu sagen und ihre Bücher zu signieren … werde ich die nächsten zwei, drei Nachmittage jeweils zwei, drei Stunden damit verbringen, die 4000 Bücher zu signieren, die im „Poisoned Pen“ liegen (keine Widmungen oder persönlichen Wünsche – das kostet unglaublich viel Zeit), und den Rest der Zeit werde ich machen, was zum Kuckuck ich will: Gestern habe ich einen riesigen Weihnachtskaktus umgetopft, einen Eintrag für die Methadonliste geschrieben, bin auf dem Heimtrainer gefahren, habe mit Doug zu Abend gegessen, mir die Aufnahmen von Freitag angesehen, alle Zimmerpflanzen gegossen und an Buch Neun und dem nächsten Kurzroman geschrieben (er handelt von Hal und Minnie; sie sind beide Pilze, und bis jetzt ist es herrlich).
Gegen Ende des Monats steige ich dann in ein Flugzeug und fliege nach Schottland, wo ich a) mehrere WOCHEN an einem Ort verbringen werde, b) eine Aufgabe erfüllen werde, bei der ich immer wieder lange warten muss, dass andere ihre Arbeit tun (statt ständig gezwungen zu sein, alles stehen und liegen zu lassen und auf der Stelle etwas für jemand anderen zu erledigen, damit dieser seine Arbeit tun kann), und c) immer einen kleinen Notebook-Computer zur Hand haben werde, so dass ich die langen Pausen nutzen kann. Es wird zwar hin und wieder PR-Termine geben, aber immer am Set, und die Journalisten oder wer auch immer werden zu mir kommen müssen; ich werde mich eine Viertelstunde mit ihnen unterhalten und dann wieder an meine Arbeit gehen – und nicht Stunden damit zubringen, von A nach B geschleift zu werden, um dieselbe Information zehnmal vor Leuten zu wiederholen, die zu faul sind, einen Blick auf meine Website zu werfen.
Während dieser Zeit werde ich zwei Auswärtstermine wahrnehmen; ein Wochenende in Bonn auf der RingCon mit vier der Jungs aus der Serie (immer lustig, und mit etwas Glück werde ich Bärbel treffen) – und wir werden die Zeit außerdem nutzen und eine Signierstunde für die neue Übersetzung von „Die geliehene Zeit“ in einer Buchhandlung veranstalten – und einen gemeinsamen Auftritt in Stirling mit Neil Oliver. Beides fällt unter die Überschrift „Dinge, auf die ich tatsächlich LUST habe“.
Sie müssen bedenken, dass ich „Outlander – Feuer und Stein“ in achtzehn Monaten geschrieben habe … und gleichzeitig zwei Jobs und drei kleine Kinder hatte. Der Kniff dabei war, dass ich immer an einem Ort war und problemlos zu meinem Buch zurückkehren konnte, ganz gleich, wodurch ich vorübergehend unterbrochen wurde.
Außerdem wird Buch Neun nicht so lang werden wie „Ein Schatten ...“ :-)


--Diana