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„Final Frenzy“ -- der große Schluss-Sprint

Man könnte es wörtlich mit Torschlusspanik übersetzen, aber das trifft es zum Glück dann doch nicht. „Final Frenzy“, so nenne ich einfach die letzten zwei, drei Monate der Arbeit an einem Buch. Ich weiß dann ziemlich genau, wie die Einzelteile aussehen und wo sie hingehören, aber ich habe noch ungefähr hunderttausend Worte zu schreiben. So viel über die Geschichte zu wissen, bedeutet, dass ich mehr oder weniger non-stop arbeiten kann, ohne innehalten und abwarten zu müssen, dass mein Gehirn Verbindungen knüpft, ohne Ideen aus dem Kompost lostreten zu müssen; es ist alles da, und ich grabe es nur noch aus.
Die Folge davon ist, dass ich – wenn es keine Familien-Notfälle gibt – nur noch arbeite und Alltägliches wie meine Korrespondenz, das Aufräumen in meinem Büro oder Online-Fragen ignoriere, weil nicht nur das Buch nach mir ruft, sondern auch die Leute in New York (und München) langsam nervös werden.
Ich blicke glasig drein und schaffe es nicht, Dinge zu tun, um die mich die Leute bitten, weil in meinem Kopf einfach kein Platz für irgendetwas anderes ist, kurz, „Final Frenzy“ ist der große Schluss-Sprint.
Diesen Punkt habe ich jetzt erreicht -- und so wie auf dem Foto sieht mein Arbeitszimmer dann aus :-)


-- Diana