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"Die Fackeln der Freiheit": Heute offizieller Erscheinungstermin ...

... und damit endet unser Countdown mit den täglichen "Daily Lines". Ich hoffe, er hat Ihnen Spaß gemacht und Ihre Neugier auf das Buch geweckt -- und ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!


-- Diana


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„Ist es denn klug, verlauten zu lassen, dass Ihr hier seid?“, hatte Jamie stirnrunzelnd gefragt, während Grey die Note schrieb und Harrys Empfehlungsschreiben hinzufügte. „Falls wir Siverly überwältigen müssen, ist es doch gewiss besser, wenn niemand weiß, wer Ihr seid.“
„Das stimmt“, pflichtete Grey ihm bei, während er die Note zusammenfaltete und versiegelte „Doch Gewalt sollte unser letzter Ausweg sein. Und ich möchte alles erfahren, was uns der Justitiar über Siverly erzählen kann, bevor ich ihn aufsuche. Besser, wenn man sich vor einer Schlacht mit den Gegebenheiten vertraut macht.“ Die Gegebenheiten umfassten in diesem Fall Sir Melchiors Bereitschaft und Fähigkeit, ihnen zu helfen, falls sie auf Plan B zurückgreifen mussten – doch das ließ sich erst beurteilen, wenn er den Mann sah.
Fraser prustete schwach, schien sich aber zu fügen.
„Aye. Dann sage ich Byrd, er soll Jutesäcke besorgen.“
„Wozu denn das?“
„Damit wir sie uns über die Köpfe stülpen können, wenn wir bei Siverly einbrechen.“
Grey war gerade im Begriff, sich seinen Siegelring wieder überzustreifen. Er hielt inne und sah Fraser an. „Euer Zutrauen in meine diplomatischen Fähigkeiten ist nicht besonders groß, oder?“
„Nein, und das Eures Bruders auch nicht, sonst wäre ich nicht hier.“
Das saß.
„Mein Bruder zieht es vor, sich nach allen Seiten abzusichern“, sagte Grey mit ausgewählter Höflichkeit. „Und in diesem Sinne ... werde ich die Jutesäcke gern erwähnen, wenn ich Tom sehe."


("Die Fackeln der Freiheit", copyright Diana Gabaldon und Barbara Schnell)