Blog

Noch 1 Tag / Daily Lines

>>   William Ransom, der neunte Graf von Ellesmere, Vicomte Ashness, schob sich durch das Gedränge auf der Broad Street, ohne den Protest der Fußgänger zu beachten, die er unwirsch beiseite stieß. Er wusste nicht, wohin er ging oder was er tun würde, wenn er dort anlangte. Alles, was er wusste, war, dass er platzen würde, wenn er stehen blieb.
Sein Kopf pochte wie ein entzündeter Abszess. Alles pochte. Seine Hand – wahrscheinlich hatte er sich etwas gebrochen, doch das kümmerte ihn nicht. Sein Herz, das wund in seiner Brust hämmerte. Sein Fuß, zum Kuckuck, was denn, hatte er etwa auch noch zugetreten?
Er holte aus und traf einen losen Pflasterstein, der mitten durch eine Schar von Gänsen hindurch flog, die lauthals zu gackern begannen und sich zischend auf ihn stürzten, während sie ihm die Flügel um die Schienbeine schlugen. Es regnete Federn und Gänsekot, und die Menge stob in alle Himmelsrichtungen auseinander.
„Bastard!“, kreischte die Gänsemagd und schlug mit ihrem Hirtenstab auf ihn ein, bis sie ihn übel am Ohr erwischte. „Der Teufel soll dich holen, du dreckiger Bastard!“ Eine ganze Reihe anderer wütender Stimmen schloss sich dieser Verwünschung an, und er schwenkte in eine kleine Gasse ein, gefolgt von aufgeregtem Gackern und Rufen. Er rieb sich das dröhnende Ohr und taumelte im Vorübergehen gegen die Häuserwände, doch er nahm nichts anderes wahr als dieses eine Wort, das ihm noch lauter durch den Kopf dröhnte. Bastard!  


(Buch 8 der Highland Saga, Auszug in "Die Fackeln der Freiheit", copyright Diana Gabaldon und Barbara Schnell)